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Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel. Johann Wolfgang von Goethe
Unterrheintal: 25. September 2008, 01:05

Lernfestival war ein voller Erfolg

Die vier Frauen des OK-Teams ziehen Bilanz

Rheintaler_Bilanz

Heerbrugg. Über 3000 Gäste, 150 Veranstaltungen, 40 Aussteller und Workshop-Anbieter haben das vierte Lernfest im Rheintal wieder zum grössten Lernfestival der Schweiz werden lassen. Das Ziel, Erwachsene für das Thema Lebenslanges Lernen zu begeistern, wurde erreicht.

Das Lernfestival zeigte auf, dass Lernen verschiedene Nuancen und Farbtöne hat, dass man nicht nur «büffeln» muss, sondern auch freudig lernen und sogar Feste feiern kann. Jedes Teammitglied zieht seine individuelle Bilanz.

Tolle Zusammenarbeit

Auf die Frage, was Jasmin Buschor, der Projektleiterin des Lernfestivals Rheintal, denn positiv in Erinnerung bleiben wird, antwortet sie ohne zu überlegen: «Die super Zusammenarbeit zwischen Öffentlicher Hand, Politik und Wirtschaft funktioniert im Rheintal hervorragend. Der Verein St. Galler Rheintal wie auch die Gastgemeinde Au haben uns sehr stark unterstützt, aber auch der AGV und die vielen Sponsoren und Helfer haben Grossartiges geleistet. Dies hat einen entscheidenden Einfluss auf die Erfolgsgeschichte des Lernfestivals im Rheintals und macht uns stolz.»

Viele zufriedene Gesichter

Der Lohn für die grosse Arbeit war aus Sicht von Sarah Peter Vogt die auffallend fröhlichen und zufriedenen Gesichter der Besucher und Besucherinnen. «Mir wurde von vielen Teilnehmenden herangetragen, welch ein schönes Bild es sei, zur OMR zu kommen und so viele fröhliche Augen entgegenstrahlen zu sehen. Dieser Effekt ist nicht messbar, gibt uns aber eine tiefe Befriedigung, dass wir das Thema Lernen offenbar lustvoll und erlebbar vermitteln konnten.»

«Best Learner»

Der Weiterbildungspreis «Best Learner» wurde dieses Jahr das erste Mal vergeben. Der Preis prämiert herausragende, individuelle Lernerfolge. Für Marianne Schwarber hat dieser Preis eine ganz wichtige Signalwirkung. «Zunächst waren wir enttäuscht, dass sich keine Männer für den Preis angemeldet haben. Offensichtlich haben wir es nicht geschafft, die Männer zu motivieren, sich zu melden. Hier wollen wir für das nächste Mal das Nominationsverfahren überdenken. Die zwei Preisträgerinnen Liliane Ilic und Judith Zimmermann zeigen jedoch so eindrückliche Lernbiographien auf, dass sie für viele Menschen als Vorbilder wirken können. Diese Frauen haben mich sehr beeindruckt.»

Hoher Einsatz des OMR-Teams

Für Evelyn van Haastert, welche für die Logistik und das Event-Management verantwortlich zeichnete, war die Zusammenarbeit mit dem ganzen Team der OMR sehr eindrücklich. «Die Bereitschaft, uns zu unterstützen und gemeinsam die vielen anfallenden Aufgaben rund um die Durchführung des Lernfestivals zu lösen, war beispielhaft. Dies hat mich persönlich sehr beeindruckt, denn es war wirklich einiges an Extraarbeit, welches das OMR-Team leisten musste.»

Wie weiter?

Momentan wird beim Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) diskutiert, ob der Durchführungs-Rhythmus des Lernfestivals von drei auf zwei Jahre verkürzt werden sollte. «Wir sind gespannt auf das Ergebnis der Diskussion und überlegen uns, ob es noch weitere Aktivitäten oder Plattformen anzustossen gibt, die der Erwachsenenbildung im Rheintal förderlich sein können», meint da schmunzelnd Jasmin Buschor. Ob sie wohl schon die nächste Aktion plant? (pd)